
Bazi Beach Cup – männliche E + männliche D
Mitte Juni nahmen die männliche E-Jugend und die männliche D-Jugend am Bazi Beach Cup in Schleißheim teil. Die E-Jugend trat am Samstag an, die männliche D-Jugend spielte am Sonntag.
13.06.2026 Männliche E-Jugend
Die männliche E-Jugend der Wüstenfüchse Scheyern war beim Bazi Beach Cup im Einsatz und traf dort auf Brucker SK Lation, die DAHKA Sand Sharks, den TSV Haar, BeachBazis2 und die Forst’n’Beach Rebels. Obwohl die Scheyrer wieder mit einem sehr jungen Team antraten und viele Jungs erst ein oder zwei Beach-Trainings absolviert hatten, zeigte die Mannschaft ein richtig starkes Turnier.
Während viele Gegner vor allem mit normalen Würfen zum Abschluss kamen, nutzten die Wüstenfüchse nahezu jede Gelegenheit für einen Dreher. Besonders schön: Sogar Kempa-Tore wurden erfolgreich gespielt – etwas, das an diesem Turniertag kaum eine andere Mannschaft überhaupt probierte. Die Jungs verstanden trotz der wenigen Trainingseinheiten schon sehr gut, worauf es im Beachhandball ankommt, spielten mutig, probierten Tricks aus und freuten sich über jedes Tor gemeinsam.
Was das Trainerteam besonders hervorheben möchte, war aber die Stimmung. Es wurde nicht gemeckert, nicht geschimpft und nicht diskutiert, stattdessen unterstützten sich die Jungs gegenseitig, hatten Spaß und traten als echtes Team auf. Am Ende freuten sich alle über ihre Medaille, die Gummibärchen und einen rundum gelungenen Beachhandball-Tag. Ein großes Dankeschön geht an alle Eltern, die das Turnier möglich gemacht und die Jungs den ganzen Tag begleitet haben.
Kader: Carl Felber, Tom Bubenik, Finn Mauell, Lorenz Fischer, Emil Keck, Sebastian Stiglmayr, Florian Fischer, Mats Lorsbach, Aaron Burmeister
Trainer: Tobias Falk, Anna-Karina Maurer, Stefanie Burmeister
14.06.2026 Männliche D-Jugend
Premiere in mehrfacher Hinsicht: Zum ersten Mal trat eine männliche D-Jugend der Handball-Füchse Scheyern als Wüstenfüchse Scheyern bei einem Beachhandball-Turnier an. Gleichzeitig war es auch die erste Teilnahme einer Scheyerer Mannschaft an der bayerischen Beach Tour überhaupt. Was im Vorfeld also vor allem nach Abenteuer, neuen Regeln und viel Sand klang, wurde am Ende ein richtig starker Turniertag: Platz vier von zwölf Mannschaften, jede Menge neue Erfahrungen, viele schöne Dreher, große Emotionen und ganz viel Lust auf mehr.
Im ersten Spiel des Tages trafen die Wüstenfüchse auf die Beach Crashers. Und direkt wurde klar: Die Scheyerer Jungs können auch im Sand mithalten. Den ersten Satz spielten sie stark und gewannen ihn verdient mit 13:6. Im zweiten Satz wurde die Partie enger, einige Unsicherheiten schlichen sich ein und die Beach Crashers glichen mit 8:6 aus. Damit musste direkt im ersten Spiel ein Shootout entscheiden, ausgerechnet eine Spielsituation, die die Jungs in dieser Form noch nie richtig gespielt hatten. Der erste Pass ging auf den Boden, die Nervosität war spürbar und am Ende ging das Shootout mit 2:4 verloren. Ärgerlich, weil der Sieg absolut möglich gewesen wäre. Gleichzeitig aber auch eine wichtige Lektion: Beachhandball verzeiht wenig, aber er belohnt Mannschaften, die schnell lernen.
Genau das zeigten die Wüstenfüchse anschließend gegen Beach Bazis 2. Im zweiten Spiel legten die Jungs im ersten Satz eine sehr starke Leistung hin. Mit viel Tempo, mutigen Aktionen und einigen richtig schönen Drehertoren erspielte sich Scheyern einen klaren 15:5-Erfolg. Die Mannschaft bewegte sich gut, wechselte mit mehr Überzeugung und bekam immer besser ein Gefühl dafür, wie Beachhandball funktioniert. Besonders erfreulich war, dass die Jungs nicht nur schöne Tore werfen wollten, sondern auch begannen, Spielsituationen besser zu verstehen. Etwa wann ein Angreifer zu viel in den Kontakt geht und ein Stürmerfoul entsteht. Der zweite Satz war dann nicht mehr ganz so dominant, eher etwas mittelmäßig, aber trotzdem kontrolliert. Mit 6:3 ging auch dieser Durchgang an die Wüstenfüchse. Der erste Sieg im Sand war geschafft.
Danach wartete mit Eh drin! 2 ein Spiel, das emotional sicher eines der Highlights des Tages war. Im ersten Satz merkte man den Füchsen zunächst wieder einige Unsicherheiten an. Viele Schrittfehler, bittere Fehlwürfe und ein bisschen zu viel Hektik verhinderten, dass die Füchse ihr Spiel sauber durchziehen konnten. Der Satz ging knapp mit 8:10 verloren. Doch anstatt die Köpfe in den Sand zu stecken, kam die Mannschaft im zweiten Satz mit viel Motivation zurück. An der Wechsellinie war Stimmung, auf dem Feld wurde wieder besser in die Breite gespielt und die Jungs probierten weiterhin mutig ihre Drehungen. Der zweite Satz war deutlich stabiler und ging mit 12:6 an Scheyern.
Also wieder Shootout. Diesmal aber mit einer ganz anderen Körpersprache. Aus der ersten Niederlage hatten die Wüstenfüchse gelernt. Die Abläufe waren klarer, die Abschlüsse besser und die Stimmung auf der Bank richtig stark. Beim entscheidenden Wurf blieb Daimon Burmeister cool und setzte den Ball solide rein. Das Shootout ging mit 3:2 an die Wüstenfüchse. Danach war die Freude riesig. Genau für solche Momente fährt man auf Turniere: alle springen zusammen, alle freuen sich füreinander und aus einzelnen Jungs wird Stück für Stück ein richtiges Team.
Im nächsten Spiel wartete dann Beach Bazis 1 und damit ein Gegner, der an diesem Tag einfach eine Nummer zu groß war. Schon vor dem Spiel war klar, dass hier eine sehr beachhandballerfahrene Mannschaft auf die Wüstenfüchse wartet. Mit Weltmeister und Champions-League-Sieger Dominik Klein an der Seitenlinie und einer Mannschaft, der man in jeder Aktion anmerkte, dass sie Beachhandball voll durchblickt hat, traf Scheyern auf den späteren Turniersieger. Das Tempo war extrem hoch, die offensiven Angriffswechsel machten den Wüstenfüchsen große Probleme und auch die Drehungen kamen beim Gegner noch einmal eine Stufe sauberer und konsequenter als bei den Scheyrer Jungs, die diese Technik für ihr erstes Turnier schon richtig gut zeigten. Am Ende ging das Spiel mit 1:29 und 12:22 klar verloren. Eine verdiente Niederlage, aber auch eine wertvolle Standortbestimmung. Man sah, was im Beachhandball alles möglich ist, wenn Wechsel, Tempo, Spezialisten und Abschlüsse richtig ineinandergreifen.
Trotz dieser deutlichen Niederlage standen die Wüstenfüchse im Spiel um Platz drei. Dort ging es gegen Brucker SK Lation. Und auch wenn das Ergebnis am Ende nicht für Scheyern ausfiel, zeigte die Mannschaft hier noch einmal sehr deutlich, wie viel Beachhandball sie an diesem Tag bereits verstanden hatte. Die Wüstenfüchse spielten breit, suchten immer wieder die Räume, probierten konsequent Drehungen und kamen zu vielen guten Lösungen. Bruck lebte dagegen vor allem von enormer individueller Klasse: Zwei sehr starke, wurfgewaltige Torhüter machten nach vielen Fuchs-Angriffen direkt Druck und bestraften fast jeden nicht erfolgreichen Abschluss mit einem schnellen Coast-to-Coast-Tor. So fehlte den Wüstenfüchsen trotz guter Spielanlage und vieler mutiger Aktionen am Ende das nötige Wurfglück. Gleichzeitig wurde in diesem Spiel noch einmal sehr deutlich, wie wichtig schnelle Wechsel im Beachhandball sind. Wenn der Angriff vorbei ist, muss sofort umgeschaltet werden, sonst ist der Ball schon wieder im eigenen Tor. Auch diese Erfahrung nahmen die Jungs mit.
Am Ende stand eine 0:2-Niederlage im Spiel um Platz drei. Kurz war die Enttäuschung natürlich da, denn der dritte Platz war absolut in Schlagweite. Aber mit etwas Abstand überwog eindeutig der Stolz. Bei der ersten Teilnahme als Wüstenfüchse Scheyern, beim ersten Beachhandball-Turnier dieser Mannschaft und bei der ersten bayerischen Beach-Tour-Teilnahme überhaupt für eine Scheyerer Mannschaft direkt Vierter von zwölf Teams zu werden, ist richtig stark.
Noch wichtiger als die Platzierung war aber die Entwicklung über den Tag. Vom ersten unsicheren Shootout bis zum gewonnenen Entscheidungsspiel gegen Eh drin! 2. Von den ersten zaghaften Drehungen bis zu richtig coolen Treffern. Von Problemen beim Wechseln bis zum Verständnis, warum genau dieses Tempo im Beachhandball so entscheidend ist. Die Jungs haben an einem Tag unglaublich viel gelernt und dabei nie den Spaß verloren.
Für eine noch sehr, sehr junge männliche D-Jugend war das ein beeindruckendes Turnier. Teamgefühl, Mut, Lernbereitschaft und jede Menge Spaß, besser hätte die Premiere kaum laufen können. Das macht richtig Bock auf mehr.
Kader: Dominik Kraus, Noah Geue, Daimon Burmeister, Aaron Burmeister, Gustav Schmelzer, Luca Grün, Timo Keglmeier, Hanno Franz, Johannes Maurer, Manuel Heinzlmair, Maxwell Njinjoh
Trainer: Tobias Falk, Anna-Karina Maurer, Stefanie Burmeister
HFS-Media-Team
