Handballturnier Oberviechtach 2018

Wie bereits im vergangenen Jahr ging es für die Scheyerer Seniorenmannschaften auch dieses Jahr wieder zum Handballfest nach Oberviechtach. Dieses wird vom Handballverein Oberviechtach seit der Gründung 1984 jährlich veranstaltet und hat sich mit der Zeit zu einem Großevent entwickelt, das um die 1000 Besucher empfängt. Zweimal zehn Minuten Spielzeit auf Rasenplätzen. Gruppenphase, KO-Phase und Platzierungsspiele – so viel zu den Formalia. Außerdem geboten waren gute Verpflegung, großer Einsatz und Aufwand der Veranstalter, sowie ein Partyzelt mit DJ und Bands. Eine einzigartige Stimmung ist in Oberviechtach jedes Jahr garantiert.

Scheyerer Füchse auf dem Handballturnier in Oberviechtach.

Scheyerer Füchse auf dem Handballturnier in Oberviechtach.

Früh reisten die Füchse an, um eine optimale Lage für den Zeltplatz zu erhalten. Der Aufbau lief reibungslos ab und die Scheyerer waren im Turniermodus. Nachmittags, ca. 14 Uhr: Warme Sonnenstrahlen breiteten sich sanft über dem Platz aus, in sattem Grün erstreckte sich der frisch gemähte Rasen vor den ersten Besuchern. Ein klarer blauer Himmel und ab und zu eine kühle Brise, die für Erfrischung sorgte. Begleitet wurde dieser atmosphärische Zustand von den süßen Klängen musikalischer Leckerbissen wie „Ich verkaufe meinen Körper“ oder „Helikopter 117“. Die ersten Erfrischungsgetränke wurden geöffnet und die Voraussetzungen für einen entspannten weiteren Tagesverlauf waren gegeben.

Scheyerer Füchse auf dem Handballturnier in Oberviechtach.

Scheyerer Füchse auf dem Handballturnier in Oberviechtach.

Auch für einige wenige Herrenspieler, die über Nacht etwas länger aufgeblieben waren, sollte dies keine größeren Hürden darstellen, da das erste Herrenspiel erst um 13:50 Uhr anstand. Dieser Zeitplan wurde von der Mannschaft durchaus begrüßt. Nachdem Christian Missy den Kader vorzeitig verlassen musste, rückte Benedikt Reil nach.

Scheyerer Füchse auf dem Handballturnier in Oberviechtach.

Scheyerer Füchse auf dem Handballturnier in Oberviechtach.

Das erste Spiel der Herren verlief nicht optimal. Binnen kurzer Zeit rannte man gegen den TV Oberflockenbach II bereits einem Fünf-Tore-Rückstand hinterher. Die Füchse fingen sich wieder, mussten am Ende aber dennoch eine deutliche 12:6-Niederlage hinnehmen. Doch noch schlimmer sollte es im zweiten Gruppenspiel gegen die Mannschaft „Noch Keiner“ werden. Mit gefühlten 20 Prozent Chancenverwertung auf der eigenen Seite musste man schlussendlich eine derbe Niederlage hinnehmen. Da die Füchse im Gegensatz zu vielen anderen Teams aber nur in einer Gruppe mit drei Mannschaften spielten, landete man auf Platz drei und wurde höheren Platzierungsspielen zugelost, als andere Mannschaften, die einen vierten Platz belegten. Hieß aber auch, dass es umso schwerer werden sollte im letzten Spiel des Tages gegen Oberviechtach II. Von Anfang an war die Partie sehr umkämpft und beide Teams schenkten sich nichts. Eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe gegen einen Spieler von Oberviechtach brachte schließlich eine große Unruhe ins Spiel. Eine zweite Zeitstrafe gegen Oberviechtach beruhigte diesen Zustand eher nicht. Viele Diskussionen, Kleinlichkeiten und Aggressionen prägten das hitzige Spiel. Am Ende stand es Unentschieden, nachdem die Füchse einen Konter zum Siegtreffer nicht nutzen konnten. Die Folge: Sieben-Meter-Werfen. Großer Druck lastete nun auf den Schultern des Scheyerer Schlussmanns Robin Gerlsbeck, der normal nicht als großer Sieben-Meter-Killer bekannt ist. Doch an diesem Tag sollte alles anders kommen. In voller Größe baute sich Gerlsbeck vor dem Gegenspieler am Punkt auf. Der absolute Wille stand ihm ins Gesicht geschrieben. Die Körpersprache signalisierte, dass dieser Ball, ganz egal wer ihn auch werfen würde, niemals auch nur den Hauch einer Chance hätte, die Maschen zu berühren. Ein Wurf – gehalten. Valentin Wang trat für die Füchse an. Emotionslos und abgezockt verwandelte er. Ein emotionaler Schrei – die Füchse waren in Führung. Erneut Gerlsbeck im Tor. Gegen alle Erwartungen landete der Ball im Tor. Das Blut kochte wieder hoch. Nun wurde die heiße Phase eingeläutet. Gerlsbeck trat höchstpersönlich an den Punkt. Im Hintergrund begleitet von motivierenden Zusprüchen, er solle doch lieber als letzter Schütze werfen, denn wenn er jetzt nicht treffe, wäre er beim kommenden Wurf zu unsicher. Wurf – Tor. Und erneut stand Gerlsbeck zwischen den Pfosten. Der Ball flog scharf, der Scheyerer Hüne fuhr seine Pranke aus – Gehalten – Völlige Ekstase. Robin Gerlsbeck war der Held eines unvergesslichen Spiels. Ein unvergesslicher Abend sollte folgen.

Scheyerer Füchse auf dem Handballturnier in Oberviechtach.

Scheyerer Füchse auf dem Handballturnier in Oberviechtach.

Anders als die Herren mussten die Damen schon früher auf dem Platz stehen. Im ersten Spiel traf man auf den FC Neunburg. Hier tat man sich relativ schwer und musste mehrere Konter der Gegner hinnehmen. Am Ende verlor man doch recht deutlich. Im zweiten Spiel hieß der Gegner „Ups – hab‘ ich vergessen II“. Auch hier musste man wieder viel Lehrgeld bezahlen. Im Angriff konnte man sich zwar steigern, ließ aber in der Abwehr noch zu viel zu. Im letzten Gruppenspiel traf man auf die HV OVI A-Jugend. Ab diesem Zeitpunkt waren die Damen besser im Turnier und hielten gut dagegen. Zum Sieg sollte es leider nicht reichen. Dennoch wusste man vor allem mit Spielzügen und einem guten Druck auf die gegnerische Abwehr zu überzeugen. Auch die Spielerinnen der Scheyerer waren nach dem Turnier mit der spielerischen Leistung zurecht zufrieden.

Scheyerer Füchse auf dem Handballturnier in Oberviechtach.

Scheyerer Füchse auf dem Handballturnier in Oberviechtach.

Die letzten Energien verbrauchte man abends im Partyzelt. Auch auf der Tanzfläche riefen beide Mannschaften eine sehr gute Leistung ab. Zudem knüpfte man viele Kontakte mit Spielern anderer Mannschaften.

Am Folgetag mussten beide Teams früh ran. Mehr oder weniger ausgeschlafen standen die Herren auf dem Platz. Leider musste man nach den Strapazen des vergangenen Tages einige Ausfälle kompensieren. Einige Neuzugänge von Gaimersheim ermöglichten aber dennoch, dass die Scheyerer einen vollen Sieben-Mann-Kader stellen konnten. Das Ziel hieß also vor allem Ressourcen sparen. Großen Fokus legte man dementsprechend im ersten Spiel gegen „I Bims“ auf die Defensive. Im Kollektiv verwaltete man eine eigene Führung und brachte souverän einen 1:0-Vorsprung über die Halbzeit. Nachdem die Gegner im zweiten Durchgang kurzzeitig ausgleichen konnten, zog man doch noch etwas das Tempo an, um schlussendlich einen überragenden 5:2-Sieg einzufahren. Letztes Spiel: „Die kleinen Sexstrolche“. Ein Spiel auf Spitz und Knopf, bei dem beide Mannschaften ebenbürtig auftraten. Am Ende fuhren die Gegner mit einem Tor in der Schlusssekunde einen knappen Sieg ein und brachten die Scheyerer um ein weiteres Sieben-Meter-Werfen.

Auch die Damen mussten eine knappe Niederlage hinnehmen. Gegen Trostberg erzielte man ansehnliche Tore und stand kurz vor dem ersten Erfolgserlebnis. Am Ende sollte es beim Stand von 8:10 aber wieder nicht reichen. Auch im letzten Spiel gegen Oberviechtach lieferten die Damen eine herausragende Leistung ab. Belohnen konnte man sich in diesem Spiel leider wieder nicht. Dennoch hat es sehr viel Spaß gemacht, den Damen zuzuschauen. Das sah schon sehr gut aus.

Schließlich packten beim Abbau alle fleißig mit an und machten sich auf die Heimreise. Einen großen Dank an die Veranstalter für den reibungslosen Ablauf. Wie jedes Jahr herrschte wieder eine Top Stimmung und wir freuen uns schon jetzt, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein!

Kader Damen: Karolin Kollmar, Verena Selmayer, Carina Heimbach, Sandra Ottilinger, Elena Schenkel, Annika Zach, Verena Richter

Kader Herren: Robin Gerlsbeck, Benedikt Reil, Patrick Heimbach, Eric Wang, Dennis Wang, Valentin Wang, Christian Missy, Emmeran Winter, Michael Pichler, Sven Zach

 

Emmeran Winter

HFS-Social-Media-Team

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