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JSG Friedberg-Kissing – weibliche B 34:26

Die weibliche B der Handball-Füchse Scheyern hat im zwölften Saisonspiel eine Auswärtsniederlage kassiert. Bei der JSG Friedberg-Kissing unterlag das Team des HFS-Trainerduos Christian Missy/Lasse Schulze 26:34 (8:13). Damit konnten sich die Füchse nicht für die Hinspielniederlage in eigener Halle revanchieren.

Eines vorab: In Scheyern respektieren wir die Schiedsrichter. Sie sind elementarer Bestandteil des Spiels, ohne sie geht es nicht. Der Verband tut sich schwer, genügend Schiedsrichter zu finden, es verdient höchsten Respekt, sich sonntagmorgens in die Halle zu stellen, um ein Jugendspiel zu pfeifen. Die Nummer in Friedberg war aber schon irgendwie panne. Die Schiedsrichterin kommt in die Halle, umarmt die Spielerinnen der Gastgeber wie enge Freunde, steht in der Halbzeit dabei, als gehöre sie zum Team. Nach dem Spiel: Umarmung hier, Streicheleinheiten dort. Da haben sich gute Freunde getroffen, die zusammen den Sonntagvormittag verbringen. Leider hat die Schiedsrichterin auch genau so gepfiffen. Wir würden es nicht schreiben, wenn es nicht so krass gewesen wäre: Aber Scheyern spielte konstant über 50 Minuten gegen acht Spielerinnen. Eine hatte eine Pfeife im Mund. Wer in der Halle war und dieses Spiel gesehen hat, anschließend das Spielprotokoll anschaut und eine Gelbe Karte, null Zeitstrafen für Friedberg-Kissing sieht sowie null Siebenmeter für Scheyern (aber, klar, sieben Strafwürfe für Friedberg-Kissing) bemerkt, der reibt sich dezent formuliert verwundert die Augen. Komplett Irrsinn.

Zum Spiel: Scheyern stemmte sich den Umständen entsprechend gut gegen körperlich und spielerisch starke Gastgeberinnen. Friedberg-Kissing entwickelte viel Druck im Rückraum, was die Füchse durch starkes Zweikampfverhalten zu verteidigen wussten. Dafür traf die JSG von den Außenpositionen häufig. Dennoch war die Abwehrleistung der Scheyererinnen in der ersten Halbzeit echt stark. Im Angriff dagegen fand man im ersten Durchgang nie so richtig konstant Lösungen gegen die defensive Abwehr der JSG. 13 Gegentore sind den Umständen entsprechend okay, acht eigene Treffer natürlich zu wenig.

In der zweiten Halbzeit wurde die Schiri-Leistung phasenweise noch grotesker, damit fiel das Spiel dann auch irgendwie aus einer normalen Betrachtung. Im Angriff ging bei Scheyern jetzt mehr, weil man viel druckvoller auf die Nahstellen ging. Dafür war die Abwehr löchriger. Es fielen viele Tore auf beiden Seiten. Die Füchse wehrten sich mit allem, was sie hatten und sammelten noch einige gute Aktionen. Dass bei diesen Rahmenbedingungen den zweiten Durchgang nur mit drei Toren Differenz verlor, war eine gute Leistung.

Haben wir auch noch nicht gesehen sowas, aber hilft nichts. War ein ordentliches Spiel. Die Scheyererinnen hatten Bock auf ein Spiel unter fairen Bedingungen, um sich mit einer starken JSG Friedberg-Kissing messen zu können.

Kader: Melissa Greth, Josefina Neubauer, Julia Felbermeir, Sophia Gabrysch, Anna-Karina Maurer, Emelie Wärmann, Alena Kraus, Theresa Eichhorn, Helena Hettenkofer, Sonja Rauch, Selina Schreyer

Trainer: Christian Missy, Lasse Schulze

HFS-Media-Team