
Männliche B – TSV Ismaning II 32:50
Im Heimspiel gegen den aktuellen Tabellenführer TSV Ismaning II stand die männlichen B-Jugend vor einer echten Herausforderung. Die Gäste reisten als Spitzenreiter an und wurden ihrer Favoritenrolle am Ende beim 32:50 (15:25) auch gerecht – dennoch zeigte das Heimteam vor allem im Angriff über weite Strecken eine ansprechende Leistung.
Die Partie begann zunächst ausgeglichen. Nach der frühen Führung zum 1:0 (1.) entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Bis zum 6:6 (8.) hielt man gut mit, der Angriff agierte dynamisch und variabel gegen die sehr offensive Deckungsformation der Gäste. Durch clevere Bewegungen ohne Ball, druckvolle Eins-gegen-eins-Aktionen und schnelles Umschalten fand man immer wieder Lösungen und blieb bis zum 9:11 (13.) in Schlagdistanz.
Das Problem lag allerdings zunehmend in der Defensive. In der Zuordnung agierte man zu unsicher, Übergaben funktionierten nicht konsequent und im Zweikampfverhalten fehlte häufig die letzte Entschlossenheit. Gegen die individuell starken Ismaninger kam man oft einen Schritt zu spät, wodurch sich der Tabellenführer einfache Tore erspielen konnte. So wuchs der Rückstand über 12:18 (18.) und 15:22 (23.) bis zum 15:25-Halbzeitstand an.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild ähnlich. Offensiv spielte die Mannschaft weiterhin mutig nach vorne und kam immer wieder zu sehenswerten Treffern – etwa beim 20:30 (33.) oder 23:35 (38.). Die Angriffsbemühungen waren lange Zeit das klare Plus: hohes Tempo, variable Abschlüsse aus dem Rückraum und konsequente Nutzung von Lücken gegen die offensive Abwehrformation.
Defensiv jedoch fand man kaum Zugriff. Die Abstimmung stimmte zu selten, und im direkten Duell fehlte oftmals die nötige Konsequenz, um Würfe zu verhindern. Ismaning nutzte dies abgeklärt aus und baute den Vorsprung über 25:39 (42.) und 28:46 (47.) kontinuierlich aus.
In den Schlussminuten merkte man dem Angriffsspiel dann etwas die schwindenden Kräfte und den deutlichen Rückstand an – die zuvor so dynamische und variable Spielweise geriet ins Stocken, Abschlüsse wurden weniger zwingend. Dennoch kämpfte die Mannschaft bis zum Ende und setzte mit dem Treffer zum 32:50-Endstand den letzten Akzent.
Unterm Strich steht eine deutliche Niederlage gegen den souveränen Tabellenführer. Während der Angriff über weite Strecken überzeugte und auch gegen eine sehr offensive Deckung gute Lösungen fand, offenbarte die Defensive klare Schwächen in Zuordnung, Zweikampfführung und Konsequenz. Genau dort wird der Fokus in den kommenden Trainingseinheiten liegen müssen.

Kader: Valentin Epp, Mattes Zahn, Benedikt Maier, Daniel Sieber, Tobias Wagner, Lukas Sieber, Toni Siemsen, Simon Otto, Koray Wrobel
Trainer: Patrick Heimbach
Patrick Heimbach
HFS-Media-Team