
Männliche D – MTV Pfaffenhofen II 20:12
Die männliche D der Handball-Füchse Scheyern hat sich gegen die Zweite Mannschaft des MTV Pfaffenhofen einen deutlichen 20:12-Erfolg gesichert – doch bis dahin war es ein weiter Weg. Vor allem die erste Halbzeit bot aus Scheyerer Sicht reichlich Anlass zur Kritik, ehe eine starke Leistungssteigerung nach der Pause den Weg zum Sieg ebnete.
Die Partie begann mit einer starken, aggressiven und dennoch fairen Abwehrarbeit der Scheyerer, die den Gästen zu Beginn nur wenige klare Chancen erlaubte. Mehrfach zwangen die Scheyerer die Angreifer Pfaffenhofens zu überhasteten Pässen oder Würfen aus schlechten Winkeln. Besonders im Innenblock wurden früh einige Zweikämpfe sauber gewonnen, wodurch die Gäste kaum in gute Abschlusspositionen kamen.
Doch während die Defensive zu überzeugen wusste, offenbarte der Angriff enorme Probleme. Im Positionsspiel fehlte es an Druck, Struktur und Tempo; hinzu kamen zahlreiche technische Fehler, besonders in Kontersituationen. Gleich mehrere Angriffe wurden durch unsaubere Anspiele oder Fangfehler verschenkt. Dadurch konnte sich Scheyern nicht für eine äußerst starke Abwehrleistung belohnen.
Mit zunehmender Spielzeit schlichen sich defensiv Unaufmerksamkeiten ein, dadurch gelang es Pfaffenhofen zunehmend in bessere Wurfpositionen zu gelangen. Die Gäste erzielten damit zunehmend Tore, gleichzeitig blieb die Chancenverwertung auf einem schwachen Niveau – mehrere freie Würfe aus sechs Metern, wurden direkt auf den Torwart geworfen. Dass Pfaffenhofen trotz dieser Probleme nicht höher davonzog, lag vor allem an Luis, der mit mehreren starken Paraden zum Ende der ersten Halbzeit sein Team im Spiel hielt und den Halbzeitrückstand von 7:9 offen ließ.
Nach dem Wiederanpfiff zeigte Scheyern ein vollkommen anderes Gesicht. Von Beginn an trat die Mannschaft strukturierter, entschlossener und weniger fehleranfällig auf. Im Angriff fand man nun deutlich besser ins Spiel, reduzierte technische Fehler und nutzte die Chancen konsequenter. Früh zeigte sich die Veränderung: Zwei sauber herausgespielte Eins-gegen-eins-Aktionen, in der man Verteidiger isolieren konnte, brachten die ersten beiden Treffer der zweiten Hälfte ein, was der Mannschaft spürbar Sicherheit gab. Auch über die zweite Welle gelangen nun klare Abschlüsse, da die Breite im Tempospiel besser genutzt wurde.
Auch defensiv stabilisierte sich das Team wieder und knüpfte an die starke Anfangsphase an. Durch ein kompaktes Abwehrzentrum und ein sowohl individuell als auch im Abwehrverbund gutes Zweikampfverhalten wurden Pfaffenhofens Angriffe entschärft, bevor Gefahr aufkommen konnte. Besonders das Herausrücken auf die Rückraumspieler gelang nun konsequent, wodurch Pfaffenhofen immer wieder zu weiten Pässen gezwungen wurde, die leicht abzufangen waren.
Im weiteren Verlauf entwickelte sich vor allem die Rückraumachse Severin– Luis –Jonathan zum offensiven Motor. Klare Eins-gegen-eins-Aktionen, richtige Entscheidungen und ein verbessertes Zusammenspiel, auch mit dem Kreisläufer Leon sorgten für stetigen Torerfolg.
Mehrmals löste Severin mit einem dynamischen Durchbruch über halbrechts den Abwehrverband der Gäste auf, während Luis durch geschicktes Stoßen oder Parallelbewegungen freie Wurfpositionen erzeugte. Jonathan schloss zudem einen schön herausgespielte Chance mit einem präzisen Wurf ab.
Zwischen den Pfosten setzte Noah in der zweiten Halbzeit die Glanzleistungen seines Vorgängers fort. Unterstützt von der nun äußerst stabilen Defensive parierte er mehrere Würfe aus schwierigen Positionen und trug so maßgeblich dazu bei, dass Scheyern die Partie komplett drehte und sich am Ende einen deutlichen Vorsprung erarbeitete.
Seine Paraden führten in der zweiten Halbzeit immer wieder zu einfachen Gegenstoßtoren und nahmen Pfaffenhofen endgültig den Wind aus den Segeln.
Kader: Daimon Markus Burmeister, Leon Njinjoh, Luis Helmreich, Severin Ostermayr, Leopold Neumann, Johanna Katharina Rose, Sarah-Noemie Njeunou, Jonathan Bauer, Noah Geue, Nick Pausch, Philipp Heinrich, Maximilian Wolf
Trainer: Janek Moll, Anna-Karina Maurer
Janek Moll
HFS-Media-Team


