
TSV 1862 Neuburg – männliche B 34:39
Die Vorzeichen standen alles andere als optimal: Da die erste und zweite Mannschaft zeitgleich spielten, reiste man mit einer Mischung aus B- und C-Jugendlichen nach Neuburg – dennoch in der Favoritenrolle, da der TSV bis dato punktlos war.
Die Mannschaft startete ordentlich und ging schnell mit 0:1 (1.) und später 6:7 (13.) in Führung, doch die erwartete spielerische Überlegenheit blieb zunächst aus. Die Abwehr tat sich enorm schwer bei den langen, geduldigen Angriffen der Neuburger, bis zum letzten Moment die Konzentration aufrecht zu erhalten. Über 10:8 (17.), 13:12 (21.) und immer wieder wechselnde Führungen blieb die Partie eng.
Im Angriff sorgten hektische, unvorbereitete Abschlüsse und technische Fehler für zusätzliche Probleme. Erst gegen Ende der ersten Hälfte gelang es, sich zu berappeln und in der Schlussminute mit zwei Toren davon zu ziehen. So wurde das Spiel von 15:15 (24.) in eine 15:17-Führung (25.) gedreht.
Nach der Pause das gleiche Bild: Die Jungs legten vor, Neuburg zog nach. Über 19:23 (29.), 23:24 (32.) und 25:27 (34.) blieb man zwar knapp vorne, verpasste es jedoch, sich frühzeitig deutlicher abzusetzen. Besonders das Kreisläuferspiel der Gastgeber bereitete große Schwierigkeiten. Die Deckung stand zu offensiv, gab dem Kreis riesige Räume, und die Abstimmung funktionierte über weite Strecken nicht – so kam Neuburg beim 29:29 (39.) erneut zum Ausgleich.
Eine defensivere Ausrichtung brachte schließlich die Wende. Die Räume wurden enger, die Zuordnungen klarer, und Neuburg verlor zunehmend an Durchschlagskraft. Endlich begann man konsequent über die zweite bzw. dritte Welle Akzente zu setzen. Das Team setzte sich aufgrund der verbesserten Abwehr und den Toren nach Durchbrüchen aus dem Tempospiel über 29:31 (41.), 30:33 (42.) und 30:36 (45.) erstmals eindeutig ab.
Am Ende brachte man den Sieg souverän über die Ziellinie und gewann verdient mit 34:39 – trotz knapper Kaderbreite, vieler junger Spieler und langer Zeit wackliger Abwehrphasen. Offensiv stach über die gesamte Spielzeit immer wieder Tristan Gallus hervor, der eine sehr gute Offensivleistung zeigte. Geschickt erkannte und attackierte er Lücken oder erarbeite sich diese mit Finten. Nicht nur er selbst, auch seine Mitspieler profitierten ein ums andere Mal von dieser individuellen Torgefahr.
Insgesamt zeigte die Mannschaft eine wechselhafte, aber kämpferisch starke Leistung. Die Abwehr offenbarte zwar deutliche Konzentrations- und Abstimmungsprobleme, doch durch das verbesserte Deckungsverhalten im letzten Drittel und das starke Tempospiel sicherte man sich einen verdienten Auswärtssieg, auf dem sich gut aufbauen lässt. Erfreulich ist zudem, dass sich jeder Feldspieler in die Torschützenliste eintragen konnte.

Kader: Valentin Epp, Xaver Wärmann, Benno Mächler, Tristan Gallus, Timo Sommer, Tim Hempel, Jonas Kappel, Batu Wrobel
Trainer: Patrick Heimbach
Patrick Heimbach
HFS-Media-Team