Die weibliche C I der Scheyerer Füchse im Auswärtsspiel gegen Wertingen

TSV Wertingen – weibliche C I 24:30

Am Sonntag, den 1. März, trat die weibliche C I der Handball-Füchse Scheyern auswärts beim TSV Wertingen an. In einer intensiven Partie setzte sich das Team am Ende mit 30:24 durch und bewies dabei vor allem große Moral und Kampfgeist.

Von Beginn an zeigte sich, dass es kein so einfaches Spiel werden würde. In der Abwehr erwischten die Scheyererinnen einen nicht so guten Start und passten sich direkt dem chaotischen Angriff der Gegner an, weshalb sie immer wieder mit Abstimmungsproblemen zu kämpfen hatten. Die Durchbrüche, die Anspiele an den Kreis, aber auch das Einlaufen generell wurden den Spielerinnen aus Wertingen zu einfach gemacht. Eine Spielerin der Füchse fand jedoch hervorragend in das Spiel: Ihre Torhüterin. Diese konnte bereits am Anfang mit einigen Paraden glänzen und lieferte über das ganze Spiel hinweg eine starke Leistung, die dem Rest der Mannschaft deutlich den Rücken stärkte.

In der Abwehr waren aber auch gute Phasen und Aktionen zu erkennen. Im Rückraum gelang es mehrfach, die Gegenspielerinnen bereits vor deren eigentlicher Aktion unter Druck zu setzen und festzumachen. Diese frühe Störarbeit zeigte Wirkung, wurde jedoch noch nicht konstant genug umgesetzt. Hier gilt es, künftig über die gesamte Spielzeit hinweg konsequent aktiv zu verteidigen. Auch im Tempospiel zeigte sich ein gemischtes Bild. Zwar versuchte das Team gelegentlich, schnell nach vorne zu spielen, doch schlichen sich dabei, durch die Hektik, nach wie vor zu viele Fehler ein. Positiv war jedoch, dass die Mannschaft das Tempo häufig bewusst herausnahm, um strukturierter und sicherer aufzubauen – eine sehr gute Entscheidung in vielen Situationen.

Im Positionsangriff hatten die Füchse gegen die sehr defensive Abwehr der Gastgeberinnen zunächst Schwierigkeiten. Das Stoßen wurde in der ersten Halbzeit nur teilweise konsequent bis zum Ende durchgezogen, trotzdem bildeten sich immer wieder gute Lücken und die Mädels kamen zu sehenswerten Durchbrüchen. Individuelle Eins-gegen-eins-Aktionen im Rückraum und auf den Außenpositionen, sowie Pässe zum Kreis waren in der ersten Hälfte des Spiels –bedingt durch die kompakte Defensive – deutlich seltener als gewohnt. In der zweiten Halbzeit stellte Wertingen die Abwehr jedoch offensiver auf und diese Umstellung nutzte Scheyern deutlich besser. Nun ergaben sich mehr Räume, die clever bespielt wurden. Besonders erfreulich war das verbesserte Zusammenspiel: Es gab mehrere schöne Kreisanspiele sowie präzise Pässe auf einlaufende Außenspielerinnen. Hier zeigte sich das Team geschlossen und variabel.

Mitte der zweiten Halbzeit folgte eine seltene Schwächephase. Beim zwischenzeitlichen Unentschieden häuften sich sowohl in der Abwehr als auch im Angriff die Fehler. Unkonzentriertheiten und einige Ballverluste brachten unnötige Spannung in die Partie. Doch anstatt auseinanderzufallen, bewiesen die Füchse eine starke Mentalität. Sie kämpften sich zurück, stabilisierten sich in der Defensive und spielten ihre Angriffe wieder geduldig aus. In der Schlussphase setzten sie sich schließlich erneut souverän ab und entschieden das Spiel verdient mit einer Sechs-Tore-Führung für sich.

Auch wenn das Hinspiel spielerisch noch überzeugender war, zeigte die Mannschaft diesmal eine andere wichtige Qualität: Sie arbeitete sich durch schwierige Phasen, blieb mental stark und sicherte sich auswärts einen verdienten Sieg. Besonders erfreulich war zudem die ausgeglichene Torverteilung: Jede Spielerin konnte sich in die Torschützenliste eintragen, ohne dass eine einzelne übermäßig herausstach – ein schönes Zeichen für mannschaftliche Geschlossenheit.

Kader: Heinzlmair Diana, Eichhorn Johanna, Dorschner Viktoria, Greppmair Lena, Littel Laura, Dippl Ilyana, Schmidt Laura, Oikonomoula Eva, März Johanna

Trainer: Karin Förster

Karin Förster

HFS-Media-Team