Beitragsbild - Template

Weibliche D – SpVgg Altenerding 20:38

Nach dem ersten D-Jugend-Saisonsieg zuletzt gegen den TSV Dachau gingen die Jungfüchse motiviert in das Spiel gegen Altenerding. Am Ende reichte es trotz eines engagierten Auftretens aber nicht für den für die nächsten Punkte. Es war ein etwas komischer Tag. Spielbetrieb in der Trainingshalle der Mittelschule in Scheyern. Vieles war ungewohnt. Und dennoch, das muss man auch immer zu Gute halten, irgendwie schaukeln die Füchse die Situation immer, egal, wie schwierig sie ist. Dann ging es also los, Anpfiff, Scheyern gegen Altenerding – ein bis dato unbekannter Gegner. Es war wieder einmal ein Spiel der Kategorie „im Vergleich ist jeder Gegenspieler zwei Köpfe größer als der ihm gegenüberstehende Fuchs“, ein Bild, dass bereits beim Aufwärmen die ungleichen Verhältnisse bestens widerspiegelte. So fand man defensiv über das gesamte Spiel keinen Zugriff auf die körperliche Robustheit der Gegenspielerinnen und ließ diese oft gewähren. Vor allem bei Kreisanspielen und Einläufen hatte man noch große Abstimmungsprobleme und ließ Altenerding oft frei zum Wurf kommen. Offensiv hingegen lief es bei den Füchsen. Insbesondere Melissa Ruscitti (15 von 20 Toren) zauberte eines ihrer besten Spiele auf das Parkett und ließ die Gegner oft alt aussehen. So ging es für ein D-Jugendspiel über die gesamte Partie relativ torreich zu. Altenerding setzte sich nach fünf Minuten auf 8:3 ab. In der Folge holten die Füchse etwas auf, konnten das Spiel aber nicht drehen. Zu oft ließ man die Gegner hinten gewähren und verschenkte im Angriff einige Bälle leichtsinnig. Bis zur Pause erspielten sich die Gäste eine deutliche 22:13-Führung.

In der Halbzeit machten sich die Scheyerer klar, dass es insbesondere defensiv viel Nachholbedarf gab und man unbedingt eine Schippe drauflegen musste, wollte man in dieser Partie noch etwas holen. Aufgeben wollte man sich nicht. So gingen die Füchse auf Augenhöhe in die zweite Hälfte und schafften es besser, Einläufe und Kreisanspiele zu verhindern oder dagegenzuhalten. In den Einzelduellen hatte man aber weiterhin große Probleme, auch wenn der Einsatz stimmte. Lange hielten die Scheyerer mit, konnten den Rückstand aber nicht mehr aufholen. Kurz nach der Pause dann ein Moment für die Ewigkeit: Seit etwa drei Jahren spielt Julia Felbermair nun schon für die Handball-Füchse, immer in derselben Mannschaft, immer ist sie mit ihrem Jahrgang 2010 schon die jüngste und kleinste Spielerin im Kader gewesen – es war ihr großer Moment. Ein kurzer Blick, Lücke erkannt, ein entschlossenes Dribbling, Wurf und der Ball zappelte im Netz – ein Treffer der ganz besonderen Art, der für große Emotionen in der Halle sorgte. In der Folge übernahm Altenerding aber wieder die dominante Rolle und setzte sich über einen 9:0-Lauf entscheidend auf 34:15 ab. Die Füchse gaben sich dennoch nicht auf und konnten in der Schlussphase noch etwas Ergebniskosmetik betreiben. Am Ende musste man sich vor allem aufgrund großer Probleme in der Abwehr deutlich und verdient mit 20:38 geschlagen geben. Dennoch war das kein schlechter Auftritt und durchaus eine Leistung, an die man anknüpfen will.

Nächste Woche geht es bereits im Rückspiel auswärts gleich wieder gegen Altenerding. Hier fährt man erneut hin um alles zu geben und hat keine Geschenke zu verteilen.

Kader: Sonja Rauch, Julia Felbermair, Anna Baranowski, Alena Schmidt, Romina Neubauer, Melissa Ruscitti, Giulia Ruscitti, Josefina Neubauer

Trainer: Emmeran Winter

Emmeran Winter

HFS-Social-Media-Team