Die weibliche C der Scheyerer Füchse im Auswärtsspiel gegen Kirchdorf

SC Kirchdorf – weibliche C 9:33

Auch das fünfte Saisonspiel konnte die weibliche C-Jugend der Handball-Füchse Scheyern mit 33:9 für sich entscheiden. In dieser Partie standen die Scheyerer als Tabellenführer in der klaren Favoritenrolle gegen das Schlusslicht aus Kirchdorf. Aufgrund kleiner Schlüsselstrapazen und dem dadurch verspäteten Eintritt in die Halle einigten sich beide Teams und der Schiedsrichter ganz entspannt und ohne Umstände darauf, ein klein wenig später anzufangen, weswegen sich die Zuschauer bis zum Anpfiff einige Minuten gedulden mussten.

Die Gäste traten mit einem insgesamt dünn besetzten Kader an. Denn mit Anna-Karina Maurer und Helena Hettenkofer musste man auf zwei wichtige Abwehrstützen verzichten, die es zu kompensieren galt. So stellten die Füchse positionsmäßig etwas von den gewohnten Abläufen um und hatte insbesondere in der Anfangsphase Probleme, den nötigen Zugriff aufs Spiel zu finden. In der hinteren Abwehrreihe schob man nicht konsequent und in der vorderen ließ man sich oftmals zu einfach ohne Ball überlaufen. Eine starke Melissa Greth im Tor sowie ein konsequentes Aushelfen, insbesondere von Josefina Neubauer, verhinderte aber, dass die Gegner daraus Profit schlagen konnten.

Auch im Angriff blieben die Scheyerer zunächst hinter ihren Möglichkeiten. Man ließ den Ball kaum laufen und suchte zumeist nach dem ersten oder zweiten Pass bereits die Aktion, ohne die Abwehr richtig in Bewegung zu bringen. Gegen die körperlich unterlegenen Gegner führte dies dennoch immer wieder zu Torerfolgen, sodass man in der achten Minute mit 5:1 führte.

Souverän war der Auftritt allerdings nicht, weswegen Scheyern die frühe Auszeit zog. Dies führte zu etwas mehr Struktur im Spiel der Gäste und sukzessive stellte man sich defensiv auch auf die Kirchdorfer Laufwege ein und unterband die Aktionen konsequent. Dies führte dazu, dass man ab der fünfzehnten Minute bis zur Pause kein einziges Gegentor mehr kassierte. Über die erstarkte Abwehr fanden die Füchse zudem in ihr Konterspiel und setzten sich deutlich ab. Aufgrund mehrerer vermeidbarer technischer Fehler verpasste man es allerdings, in dieser Phase eine noch deutlichere Torausbeute zu erzielen. Dennoch war die Partie nach dem Ende der ersten Halbzeit entschieden. Mit der letzten Angriffsaktion der Füchse ließ Alena Kraus die Halle noch einmal aufblicken, als sie einen harten Schlagwurf millimetergenau und traumhaft in den linken oberen Winkel setzte.

Für den zweiten Durchgang nahm man sich vor, noch konsequenter in der Abwehr zu schieben und die Angriffe vorne länger sowie druckvoller auszuspielen. Hinten standen die Füchse gut und fingen die ersten Bälle allesamt heraus. Allerdings scheiterte man in den daraus resultierenden Kontern wiederholt an den eigenen technischen Fehlern und verpasste es erneut, diese Chancen zu nutzen. In dieser Phase fing man sich einige unglückliche Gegentore, die allerdings verschmerzbar waren und etwas über die solide Abwehrleistung hinwegtäuschen. Weiterhin waren die Füchse die klar dominierende Mannschaft, setzten die Vorgaben im Angriff besser um und trafen viele gute Entscheidungen. Tor um Tor setzte man sich weiter ab, und freute sich zwischenzeitlich erneut über starke zehn Minuten ohne einen Gegentreffer. Es war insgesamt nicht das schönste Spiel der Füchse und so ganz brachte man bei der hohen Führung den hundertprozentigen letzten Biss und Willen nicht auf die Platte, sehr wohl war es aber ein souveräner Auftritt der Mannschaft. Am Ende feierten die Gäste einen verdienten Sieg.

Einen leicht bitteren Beigeschmack hatte die Partie aber leider dennoch. Denn gerade in der zweiten Halbzeit zeigte sich das Kampfgericht der Gastgeber milde ausgedrückt nicht ganz so unparteiisch wie es sein sollte. Durchaus zeigen die Füchse Verständnis dafür, dass die Personen am Kampfgericht aus dem eigenen Verein kommen, deren Herz für diesen Verein schlägt und man sich ab und zu einen Ausdruck der Freude nicht verkneifen kann. Wiederholte lautstarke Proteste gegen die Aktionen von Füchse-Spielerinnen waren aus Scheyerer-Sicht allerdings dem nötigen Rahmen nicht ganz entsprechend und sorgten für eine unangenehme Atmosphäre auf und neben dem Spielfeld. Die Scheyerer freuen sich über die derzeitige Zwischenbilanz von 10:0 Punkten, wissen aber auch, dass in den kommenden Wochen mit den Spielen gegen Donau/Paar und dem Derby gegen Pfaffenhofen Mannschaften auf die Füchse zukommen, gegen die man wieder den absoluten Siegeswillen und Zug benötigt, um Zählbares zu holen.

Kader: Josefina Neubauer, Julia Felbermeir, Sophia Gabrysch, Emelie Wärmann, Sonja Rauch, Selina Schreyer, Alena Kraus

Betreuer: Emmeran Winter, Tanja Ruscitti

Emmeran Winter

HFS-Media-Team