ASV Dachau IV – Damen 20:28

Weitere Punkte für die Damenmannschaft. Gegen den ASV Dachau IV konnten die Scheyerer ihren sechsten Saisonsieg einfahren. Zugegeben, gegen den Tabellenvorletzten steckte man die Erwartungen durchaus hoch. Denn die Gastgeberinnen mussten aufgrund einer Spielverlegung bereits am Vortag gegen den MTV Ingolstadt antreten und man erwartete einen konditionell angeschlagenen Gegner. Dennoch stellte man sich auf kein leichtes Spiel ein, konnte man das Hinspiel doch auch nur knapp mit 24:22 für sich entscheiden. So machten sich die Scheyerer bereits auf der Fahrt bewusst, dass diese Begegnung auch zur bitteren Enttäuschung werden könnte, sollte man in alte Muster verfallen und die Nerven verlieren. Daher war für jede Spielerin von vornherein klar: Egal, wie der Punktestand lautet oder das Spiel der Gegner aussehen mag – Der Fokus muss auf dem eigenen Spiel und der eigenen Leistung liegen. Sprich: Eine konzentrierte Abstimmung in der Abwehr, solides Aufbauspiel, ruhige, überlegte Entscheidungen sowie vor allem ein schnelles Spiel gegen müde Gegnerinnen. Da die Herrenmannschaft zeitgleich ein Spiel in Altenerding gewinnen musste, traten die Scheyerer ohne Trainer Emmeran Winter an. Interimsmäßig sprang aber Thomas Schober zusammen mit der verletzten Spielerin Verena Selmayer in die Bresche.

Nach kurzer Abtastphase gingen die Füchse in Front, doch zwei schnelle Treffer durch Dachau machten deutlich, dass man sich nicht zu siegessicher fühlen durften. In der Folge legten die Scheyerer aber einen Gang zu und überrannten die Gegner förmlich. Über einen 9:0 Lauf zogen die Schwarz-Gelben deutlich auf 10:2 davon und stellten die Weichen früh auf Sieg. In dieser Phase merkte man den Gästen, die nur zu siebt antraten, vor allem an, dass das Spiel vom Vortag noch in den Knochen steckte. Zwischendurch reagierte Dachau mit einer Auszeit, konnte die Dominanz der Scheyerer aber zunächst nicht unterbinden. Scheyern, zuvor stark im defensiven Abwehrverbund, stellte nun etwas offensiver um. Nachdem die Gäste so vorerst mehrere Bälle eroberten und den Vorsprung ausbauten, stellte Dachau offensiv um und fand bessere Lösungen. Die Heimmannschaft verkürzte in der Folge über einen 4:0 Lauf auf 7:11. Doch die Füchse behielten die Nerven un die Abstimmung im Abwehrverbund wurde besser. Hinzu kam, dass es gegen Ende der ersten Hälfte die erste Zeitstrafe für die Heimmannschaft gab. Kaum waren diese abgelaufen, gab es für eine Teamkollegin weitere Zwei-Minuten. Zwar zogen die Schwarz-Gelben in Überzahl nur zwei weitere Tore davon, stellten aber insgesamt bis zur Pause ihren acht-Tore-Vorsprung wieder her.

Auch nach Wiederanpfiff waren die Füchse dominant und bauten die Führung weiter aus. Den Treffer zur ersten zehn-Tore-Führung (12:22) erzielte Annika Zach trotz Unterzahl, denn zuvor wurde Kapitänin Carina Heimbach vom Platz gestellt. Doch nur wenig später geschah es, dass nach einem Wechsel kein Kreisläufer auf dem Feld stand. In einem kurzen Augenblick der Hektik sah man nur fünf Spieler auf dem Feld und dachte, der Kreis soll wieder rauf. Mit einem Bein im Spielfeld gestanden und schon wurde Annika mit weiteren Zwei-Minuten für einen Wechselfehler bestraft. Die Folge: Zehn Sekunden in doppelter Unterzahl in der Abwehr. Die Dachauerinnen suchten mit gutem Druck den Durchbruch, kamen aber nicht zum Torerfolg. Denn nach Ablauf der Strafe von Carina eroberten sich die Füchse den Ball und Kathrin Fink verwandelte den daraus resultierenden Gegenstoß zum 12:23. Die Kuriositäten schienen aber nicht zu enden. Kaum zurück in der Abwehr sah Theresa Reil die nächste Zeitstrafe – erneut doppelte Unterzahl. Bei fast eineinhalb Minuten in Unterzahl schlug die Bank die Hände über dem Kopf zusammen und hoffte. Dies war aber gar nicht nötig. Denn die Schwarz-Gelben verschoben souverän mit schneller Beinarbeit und kassierten in dieser Phase lediglich einen Gegentreffer. Bald darauf hagelte es auch schon die nächste Zeitstrafe in einem zu dem Zeitpunkt sehr zerfahrenen Spiel – diesmal aber wieder für die Gegner. Trotz der Unterzahl fand Dachau nun wieder besser in die Partie, legte einen 3:0 Lauf hin und kämpfte sich wieder auf 19:26 heran. Trotz der schwierigen Bedingungen muss man den Gästen hoch anrechnen, dass sie in dieser Partie nie aufsteckten. Gefährlich wurde Dachau den Füchse aber nicht mehr. Über eine weitere Umstellung in der Abwehr wirkten die Scheyerer dem Druck der Gäste entgegen – mit Erfolg. In dieser Phase fielen über fünf Minuten keine Tore auf beiden Seiten. Bitter auf der Seite der Füchse war jedoch eine Augenverletzung von Torhüterin Karolin Kollmar kurz vor Schluss, die deswegen in der Folge vom Platz musste. Kreisläuferin Annika Zach ersetzte sie für die restliche Spielzeit zwischen den Pfosten und musste nur noch einmal hinter sich greifen. Denn die Füchse brachten den Sieg am Ende souverän über die Zeit.

Es war ein Punktgewinn der Klasse „Pflicht erfüllt“. Durchaus hatten die Scheyerer immer wieder schlechtere Phasen, in denen Bälle verschenkt und Chancen verpasst wurden. Dennoch holen sich die Damen in dieser Saison einen Sieg nach dem anderen und lassen durchaus einen Aufwärtstrend erkennen. Die harten Trainingseinheiten und der Wille besser zu werden, der starke Mannschaftszusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung, die Leidenschaft zum Handball und die Liebe zum Verein: All das lässt die Füchse besser werden und darauf vertrauen, in den nächsten Wochen noch so einige Siege davon zu tragen.

Kommendes Wochenende trifft man vor heimischem Publikum auf den Tabellendritten MTV Ingolstadt.

Kader: Theresa Reil, Verena Richter, Marah Wagner, Annika Zach, Lisa Kreutmair, Karolin Kollmar, Elena Schenkel, Kathrin Fink, Carina Heimbach

Betreuer: Thomas Schober, Verena Selmayer

Verena Selmayer, Emmeran Winter

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